Shadowrun Hannover

Die Online Erweiterung von Patrick Kurrat

Schlagwort-Archiv: Taliskrämer

Mabon – Herbsttagundnachtgleiche im Witchstore

kleinekolumne

srzitat Sorry für den Verzug. Dies ist der zurückgehaltene Beitrag. Ich musste erst Rücksprache halten wie ich schon angedeutet habe.
srzitat Justizopfer

Ein weiteres Mal wünsche ich ein herzliches Willkommen vor Teela’nas Witchstore an diesem verregneten Freitag Nachmittag. Es kommt mir vor als wäre es gestern gewesen, das wir von hier zur Sommersonnenwende, oder Litha, und dem dazugehörigen Fest berichtet haben. Schon vor drei Monaten hat die Besitzerin Teela’na hier etwas auf die Beine gestellt, was die neopagane Community mit großem Jubel entgegengenommen hat. Und schon damals wurde uns zu den Feiertagen im Hexenkalender neue Straßenfeste in Aussicht gestellt. Und sie hat geliefert. Trotz des eher mäßigen Wetters tummeln sich etliche Fans, Schaulustige oder einfach nur Passanten um das hexische Erntedankfest, Mabon genannt, zu feiern.

Hilfreich sind sicherlich auch die zahlreichen magischen Annehmlichkeiten, wie etwa regenabweisende Barrieren oder als Jahrmarktgaukler agierende Feuergeister, die den Besuchern Wärme spenden. Seit den frühen Morgenstunden wird hier Soywildgulasch, Synthwein und frischer Apfelkuchen verkauft und der Geruch von Räucherstäbchen verteilt sich über die ganze Straße. 

Am beeindruckendsten ist jedoch das ARO einer Art Fruchbarkeitsgöttin, in der Mitte der Straße. Das Arrow ist sehr detailliert und sie trägt ein wallendes weißes Gewand und man kann ein Getreidebündel zu ihren Füßen erkennen. In der einen Hand trägt sie einen Apfel und in der anderen einen geflügelten goldenen Stab, der wohl ein Zepter in irgendeiner Form darstellt.

srzitat Nein ich bin nicht erwacht. Ja, ich hab die Frau auch im Traum gesehen. Bei mir war es aber eine Elfe…
srzitat Justizopfer

Auf die Frage wen die Gestalt darstellt, konnte mir niemand eine genaue Antwort geben. Scheinbar ist es eine der vielen Inkarnationen der Großen Mutter, die Erwachten als Schutzpatron dient. Im Falle des Mabon-Festes wird sie Kornmutter genannt. Menschen und Metamenschen legen Geschenke zu ihren Ehren ab und ich habe mehrere Gespräche vernommen darüber, wie ähnlich sie Visionen oder Träumen der Besuchern kommt.

Um 22.01 Uhr schließlich zum Äquinoktium wird die Feier ihren Höhepunkt in einem gewaltigen magischen Feuerwerk erfahren und durch eine Ausnahmegenehmigung der Stadt bis in die frühen Morgenstunden weiterlaufen. Traditionell wird Mabon vom 20.-23.09. gefeiert. Teela’na hat Andeutungen gemacht, diese Zeit in den nächsten Jahren auszunutzen und eine durchgehende Feier auf die Beine zu stellen. Wie sehr die Idee angenommen wird sei noch dahingestellt, aber sie steht immerhin im Raum. 

Da ich mich im Sommer schon gut unterhalten gefühlt habe, werde ich mich jetzt weiter ins Getümmel werfen und die Feierlichkeiten genießen. Zur Wintersonnenwende werde ich sicherlich wieder vor Ort sein. Mal sehen was es dann für spannende neue Attraktionen hier in der List gibt. 

Advertisements

Sommersonnenwende in Teela’nas Witchstore

Heute befinden wir uns bei schönstem Wetter in der Lister Meile vor dem Witchstore. Betrieben wird dieser kleine aber feine Laden von Soyanka Regner, obwohl sie in ihrem Laden nur konsequent von jedermann Teela’na genannt wird. Der Witchstore ist in der Nordstadt allgemein bekannt, vorallem unter den Magiern der Universität, die nicht der klassischen Hermetik angehören.

Und die dann klassisch auch nicht Magier heißen. Die sind dann eher in meinem Laden zu finden. Im Witchstore läuft alles rum was neoheidnisch oder paganistisch angehaucht ist. Straßenhexen, Wicca, Druiden, etc.
Yasemine

Teela’na hat mit den Anwohnern und Geschäften für die heutige Sommersonnenwende ein Straßenfest ins Leben gerufen, das seinesgleichen sucht. Magier aller Couleur, Gaukler, Musiker und Straßenartisten haben sich hier zusammengefunden um diesen heidnischen Feiertag gemeinsam zu verbringen. Von der Sedanstraße bis zum Weißekreuzplatz ist die Lister Meile heute bunt und laut. Ich konnte mich für ein kurzes Interview mit der Initiatorin des Festes zusammensetzen und das möchte ich ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Resy Schreiber: Vielen Dank, das sie sich kurz Zeit für mich genommen haben. Eine Frage gleich vorweg. Wie sind sie auf die Idee gekommen dieses Fest ins Leben zu rufen und warum genau heute?

Teela’na: Litha, also die Sommersonnenwende, ist ein Feiertag im Hexenkalender. Also bot es sich an ihn auch zu nutzen und ein Fest zu feiern. Die Lister Meile ist in den letzten Jahren so heruntergekommen, da haben ein paar Mitverschwörer und ich uns gedacht, das wir einfach mal wieder ein bisschen Leben in die Straße bringen sollten. Früher gab es hier viele solcher Feste und wir wollen diese Tradition wieder aufleben lassen.

RS: Interessant. Das heißt sie wollen der Lister Meile einen neoheidnischen Anstrich verpassen um eventuell ihre Waren besser an den Mann bringen zu können?

T: Das finde ich ist eine sehr unfaire Frage. Wir richten das Fest nicht aus um uns daran zu bereichern. Wir wollen ein Gemeinschaftsgefühl schaffen das die Leute aus der List schon lange vermissen und was wir ihnen mit diesen regelmäßigen Festen wieder geben wollen.

RS: Verzeihen sie, ich wollte sie nicht beleidigen. Heißt das sie haben vor noch mehr von diesen Hexenfeiertagen mit Festen zu begehen?

T: „Diese“ Hexenfeiertage gibt es mehrmals im Jahr genau. Und wenn wir heute Erfolg haben, dann überlegen wir ernsthaft häufiger Veranstaltungen solcher Art durchzuführen, ja.

RS: Dann wünsche ich Ihnen viel Erfolg dabei und vielen Dank für das Gespräch.

T: Nichts zu danken. Darf ich ihnen zum Abschluss die Karten legen?

Die Mitverschwörer von der sie hier redet sind übrigens ein Wicca-Coven mit dem sie in engem Kontakt steht. 
 Graf Zahl

Nach diesem äußerst aufschlussreichen Gespräch hat mir Teela’na noch die Zukunft vorausgesagt. Diese sieht mehr oder weniger rosig aus, aber das ist ja für solche Art Weissagung normal. Das Durchstöbern der Auslagen war allerdings äußerst interessant. Das Glühmoos in Anhängerform hat es mir dabei besonders angetan. Hiermit lassen sich Geister und Magier erkennen sowie ihre Kräfte erkennen. Dafür müssen sie nur in der Nähe des Mooses Magie wirken, wie mir Teela’na eindrucksvoll bewiesen hat. Die nach oben offene Preisliste ist jedoch abschreckend und bei einigen Gadgets und Gimmicks muss man sich dann doch eher auf später vertrösten. Von Traumfängern über Tinkturen bis hin zu naturheilkundlichen Salben und so etwas extravagantes wie eine Quecksilber Kamera zum Aufnehmen des Astralraumes ist hier alles zu finden. Eine faszinierende Erfindung, wie ich meine. Die Festivität wird den ganzen Tag noch andauern, also wenn sie die Zeit finden, schauen sie vorbei auf einen Traubenwein oder selbstgemachte Waffeln.

 WAFFLES, HOOOO
 Justizopfer

[L] Malons Schmiede der verborgenen Wünsche

In Laatzen, unweit des Expo Geländes, findet man einen von insgesamt zwei schattigen Taliskrämerläden in Hannover. Den zweiten findet man in der Lister Meile in der Oststadt. Der Name, sowie das Interieur und die gesamte Aufmachung der Schmiede ist einem Laden in Downtown Seattle nachempfunden, der dort von einer fähigen Alchemistin namens Malon betrieben wird. Der Hannöversche Rip-Off ist unabhängig von seinem nordamerikanischen Pendant und meines Wissens nach gibt es nur eine Übereinkunft zwischen den Besitzern, dass der Name benutzt werden darf. Scheinbar hat die Elfe Malon in den Kreisen der Taliskrämer weit über Seattle und den amerikanischen Kontinent hinaus einen Namen, der gerne mitbenutzt werden möchte.

 Natürlich kann der deutsche Laden mit dem Original nicht mal im Ansatz mithalten. Im Endeffekt ist es doch nur der Name, der hier einen gewissen Kundenstamm anzieht. Mehr nicht.
 Teela’na

 Und dieses Statement hat nichts damit zu tun, das du den Konkurrenzladen betreibst oder?
 Strass

Die klassischen Waren, die man in der Schmiede bekommt, sind im Endeffekt Waffen aller Art, die sich über die Jahrhunderte mit Hammer und Amboss anfertigen ließen. Hinzu kommt die Besonderheit, das man hier Waffenfoki bestellen kann. Hier kommt dann wieder der Vorteil zum tragen, das es nicht der echte Laden ist. Experten können eine Waffe die von Malon gefertigt wurde unter hunderten erkennen. Die Waffen die hier geschmiedet werden, sind zwar weit entfernt von Stangenware, aber auch mindestens ebensoweit von den Originalen entfernt. Etwa so wie Soy-Milch von warmer Milch direkt aus der Kuh entfernt ist. Nichtsdestotrotz sind die Waffen von hervorragender Qualität. Überdies bekommt man hier nicht nur handgefertigte Klingenwaffen und Waffenfoki. Man kann sich hier auch das Handwerkszeug eines Otto-Normal-Magiers ohne weiteres beschaffen. Wobei sich Yasemine, die Besitzerin,  in der Tat hauptsächlich mit dem Verkauf von Foki und Fetischen ihren Lebensunterhalt verdient. Bei den Preisen ist das auch kein Wunder.

Sowohl die Schmiede, als auch Teela’nas Witchstore laufen als saubere Geschäftsmodelle, die in Hannover offiziell nur zwei von etlichen legalen Taliskrämerläden sind. Das heißt bei beiden Damen muss schon ein entsprechender Leumund vorhanden sein, damit sie einem überhaupt die illegale Ware auch nur zeigen. Und wenn ihr legale Waren haben wollt, könnt ihr gleich zu Taliskrämers ‚R Us gehen, die haben die offiziellen Sachen auch alle im Angebot, und das zu moderateren Preisen. Durch eine Großbestellung und dem hinterher nicht zu umgehenden Abschusses der SIN, damit die Käufe nicht nachvollzogen werden können, kommt man da bei Kleinkram deutlich günstiger weg. Dafür muss man halt damit leben dass die Verarbeitung der Telesma indonesischen Fabrikarbeiterstandard hat und neben hermetizistischen Materialien vielleicht noch schamanistische zu finden sind, mehr aber auch nicht.

Qualitativ hochwertige Arbeit bekommt ihr also bei Yasemine, oder bei Teela’na. Für wen ihr euch letztendlich entscheidet, ist eure Sache, aber es kommt auch ein wenig auf die Art der Ware oder die Art der Informationen an, die ihr euch wünscht. Und geht mir nicht an die Gurgel, falls ich was falsches erzählt habe. Ich habe nach bestem Wissen und gewissen geschrieben, aber Magie und Taliskrämerei ist überhaupt nicht mein Metier.

 Yasemine kann euch sicher weiterhelfen, wenn ihr hermetische oder ähnliche Wurzeln habt, wie Chaosmagie, die phönizischen Traditionen oder Schwarzmagie. Ausserdem ist sie in der magischen Community bekannt als Fachkraft für Alchemie, Para(-botanik) und sie kennt sich mit Crittern aus. Ich selbst bin mehr für den mystischen Ansatz der Magie zu gebrauchen.
 Teela’na

 Ausserdem kann euch Teela’na sicherlich mit einigen Mitgliedern von neoheidnischen, hm… Bewegungen in Berührung bringen, wenn ihr lieb fragt.
 ghoti

 Aber nur, wenn man sehr lieb fragt, oder entsprechendes Tauschmaterial hat.
 Teela’na

 „Bewegungen“ wie in Terrorismus?
  Roter Friese