Shadowrun Hannover

Die Online Erweiterung von Patrick Kurrat

Schlagwort-Archiv: Schattiges

Femen ’69

Nachdem ihr ja alle mitbekommen habt, was vor ein paar Wochen im Maritim abgegangen ist, erreichten mich mehrere PM’s, die um eine Kurzvorstellung von Femen ’69 gebeten haben. Nach etwas Recherche, habe ich raus gefunden, das die Nacktaktivistinnen auch so etwas wie ein Front- und ein Backend haben. Nach außen hin, sind sie die fröhliche Gegen-das-Establishment-Bewegung, die im Brustton der Überzeugung (pun intended) dafür sorgen, das bestimmte Themen zumindest gehört werden. Das machen sie oft mit Charme und viel Spaß an der Sache. 

Von Ende 2069 bis Mitte 2077 hat die Gruppe dutzende Male auf sich aufmerksam gemacht. In der Regel lassen sich die Frauen nur unter Gewaltandrohungen entfernen. Jedoch sind sie, im weitesten Sinne, friedlich dabei. Interessant ist auch, das die Mitglieder nie länger als einige Tage im Gefängnis sitzen. Danach werden sie wegen Verfahrensfehlern oder aufgrund von fähigen (oder unfähigen) Anwälten wieder freigelassen. Weshalb sie nach 2077 nicht mehr in Erscheinung getreten sind, kann niemand genau sagen. Genauso wenig weiß man, warum sie auf einmal wieder aktiv sind. 

Wie dem auch sei, obwohl sie nach außen hin immer die Guten mimen, gab es vermehrt Zwischenfälle bei Veranstaltungen an denen sie teilgenommen haben. 

22.04.2073: Femen demonstriert öffentlich in der Kurfürstenmall gegen Kinderarbeit in Südostasien. Während des Nacktauftritts und dem Widerstand gegen die Staatsgewalt wurde in der Mall aus dem Bekleidungsgeschäft „Little Tiffanys“ der Manager entführt. Er wurde nie wieder gefunden und etliche Filialen der Kette wurden in den folgenden Monaten geschlossen. Offiziell alle wegen Insolvenz.

19.02.2076: Fünf Mitglieder von Femen haben es irgendwie geschafft in die Dresdner Semperoper einzudringen und auf der Bühne mit ARO’s und Plakaten gegen die „Glorifizierung der Bourgeoisie“ zu demonstrieren. Während des Zwischenfalls erlitt der Vorsitzende des elitären Manhattan Club einen Herzanfall und wurde daraufhin von Rettungskräften verlegt. Nur ist er niemals im Krankenhaus angekommen und erst vier Monate später wieder aufgetaucht. Total verwildert hat er seine sämtlichen Nachkommen enterbt, sein Geld an wohltätige Zwecke verteilt und versucht beständig seine alten Kontakte von derselben Idee zu überzeugen.

09.06.2077: Vor diesem Jahr die vorerst letzte öffentliche Aktion von Femen. Eine Gruppe von ca. 50 Frauen stürmte, gewaltfrei wohlgemerkt, eine Wohltätigkeitsveranstaltung in München, um sich vor jede Kamera zu werfen die dort zu finden war. Grund für die Demo war die „Anhaltende Heuchelei der regierenden Oberschicht“. Während des Events ist ein elfisches Zwillingspärchen aus den herrschenden Kreisen Tír na nÓg’s „abhanden“ gekommen. Beide sind seitdem nicht mehr gesehen worden, aber einige politische Entscheidungen des Elfenstaates in den Folgemonaten warfen zumindest Fragen auf. [mehr lesen…]

13.08.2079: Sturm auf die Jahreshauptversammlung des HLV e.V. in Hannover, Dr. Harmony Yildriz, stellv. Kassenwartin des HLV e.V.’s, verschwindet spurlos.

Das lässt mich schlussfolgern, das es noch ein wie auch immer geartetes Backend der Organisation gibt. Und wenn ich mir die Aktionen so ansehe, dann sind die auch verdammt gut ausgerüstet. Normalerweise erwarte ich sowas von der „Neuen Frankfurter Schule“ oder von „Hauptstadt-Runnern“. Nicht schlecht Herr Specht. Femen muss etliches an fähigen Riggern und Deckern beschäftigen. Weiterhin noch eine Armada an Social Chameleons und ein paar Menschen fürs Grobe. Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Über die Organisation hinter der Organisation lässt sich leider schwieriger was heraus finden.

srzitat Ich wäre aber durchaus bereit bis zu 50k springen zu lassen, für verwertbare Infos zum Netzwerk hinter Femen ’69. Kontaktiert mich unter [LTG-ADL-H3452-G-46]
srzitat Justizopfer

Die Server die sie zum durchrouten benutzen verteilen sich auf der ganzen Welt. allerdings haben wir Lastspitzen in Tunis und zwischen dem Trollkönigreich und der SOX. Ist natürlich alles sehr vage, aber meine Vermutung ist, das sie rundherum viel Wind machen um zu verschleiern, das es dort Rechenzentren gibt, mit denen sie arbeiten. In der Matrix lassen sich zwei Individuen ausmachen, die zumindest mit Femen öffentlich sympathisieren. Die Hackerin „Null“ und der/die Hacker/in „Divide-by-0“. Im Meatspace gibt es die Sozialadeptin „Jakarta“, die von Anfang an als Spokeswoman für Femen ’69 agiert hat. Bisher sind die Aktivistinnen öffentlich noch nie verantwortlich gemacht worden für die vermissten Personen. Das macht sie nur umso gefährlicher, da sie wissen, was sie tun.

 

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Die Welt hat sich weiter gedreht

So. Ich weiß kaum wie ich anfangen soll. Wie ihr sicherlich mitbekommen habt war es hier in der letzten Zeit relativ ruhig. Sogar die letzten paar Jahre. Außer dem Agenten, der regelmäßig die Novapulse abgreift und hoch lädt lief hier weiter nichts. Der Grund dafür ist sicherlich einer den ihr nachvollziehen könnt. Ich musste den Kopf etwas unten halten. Mein Name wäre sonst Programm geworden und dazu war ich einfach noch nicht bereit. Selbst wenn man ein guter Hacker ist, muss man manchmal einfach die Rübe raushalten aus dem Spiel.

Aber jetzt, nachdem Gras über die Sache gewachsen ist, habe ich mich dazu entschieden mich wieder einzuklinken. Es hat sich einiges gedreht in Hannovers Runnerlandschaft und ich bin der festen Überzeugung, wenn man überleben will, dann muss man Bescheid wissen. Also macht euch bereit, es wird wieder Content geben neben dem automatischen Upload der Novapulse.

[L] Testimonii loco magica

Kommen wir zu einem Thema, das hier normalerweise etwas kürzer kommt, alleine, weil sich Matrixjockeys nicht so mit der Materie auskennen. Magie!  Ich versuche mal zu erläutern, was ich von Magie verstehe und wie sich mir das Ganze darstellt.

Magie kann vieles. Ich hab gesehen, was ein einzelner Bühnenmagier für eine geniale Show abliefern kann, wenn er ein Theaterstück begleitet. Ich habe gesehen, wie eine Gruppe von Magiern ein Feuerinferno heraufbeschworen hat, bei dem in einem Umkreis von einem halben Kilometer nichts mehr stand und ich habe gesehen, wie eine einzelne Frau eine wütender Rinderherde wieder beruhigt hat und so die Stampede aus vollem Gallopp zum Stehen gebracht hat. Magie kann Gedanken beeinflussen. Was aber macht der gemeine Schamane, oder Hermetiker, denn in seiner Freizeit? Sitzen alle Magier über einem Haufen Bücher und versucht die Welt zu verstehen, damit sie sie noch weiter beeinflussen können? Sind alle Schamanen Öko-Fredis, die mit Elfen zusammen nackt um ein Lagerfeuer springen und die Bäume bekuscheln, damit sie mit ihnen „Kontakt“ aufnehmen? Ich glaube eher weniger. Die Menschen, die ich kennengelernt habe, sind stolz auf das was sie sind, einige haben Angst vor ihrer Gabe und wieder einige werden sogar aktiv verfolgt für das was sie können.

Wie schon erwähnt, gibt es hier in der Stadt einige Plätze, an denen Erwachte gerne gesehen sind, zwei davon sogar im schattigen Gewerbe. Trotzdem ist diese Subkultur nicht nur dort anzutreffen. Die Universität hat mit diversen Verbindungen und Arbeitskreisen längst eine Umgebung geschaffen, in der sich selbst Nicht-Studenten wohlfühlen. Erwachsene und vollwertige Magier, können in diesem Fall Altvordere in den Verbindungen, oder Berater in den Arbeitskreisen sein, von denen die Jungen profitieren. Zusätzlich arbeiten die Hochschulen eng mit den umliegenden Fördergruppen sowie den Hochschulen der näheren Umgebung zusammen, wie zum Beispiel der Uni Göttingen, bekanntlich unter der Fuchtel der Dr. Faustus Gesellschaft.

Treffpunkt hierfür ist am Welfengarten eine alte Turnhalle, die zu einem magischen Testlabor umgebaut wurde. Hier findet sich alle, was dass Entwickler, bzw. Studentenherz begehrt. Eine thaumaturgische Werkstatt mit allen wichtigen Materialien, die für die Grundlagen der Magiewirkung benötigt werden. Zugriff darauf hat prinzipiell jeder, der über einen gültigen Studentenausweis verfügt, oder eine entsprechende Einladung durch eine Arbeitsgemeinschaft vorweisen kann. Die Technische Informationsbibliothek (TIB) befindet sich in direkter Spuckreichweite im Gebäude Welfengarten 1B und hat eine erstklassig eingerichtete magische Bibliothek, bei der selbst ein Nicht-Erwachter noch so einiges lernen kann, was er für das Leben und die Schatten so braucht. Zugang ist auch hier relativ einfach, denn ein gültiger Studentenausweis reicht in der Regel aus. 

Was mir ein wenig abhanden geht, weil ich es bisher nur über eine SimSinn Umgebung erfahren habe, ist der Astralraum. Soweit ich weiß, kann man dort nicht lesen. Alles ist schön bunt und die Gefühle der Welt springen dich an und tanzen mit dir Samba, wenn du nicht weißt, wie man es am besten kontrolliert. Nun stelle ich mir vor, das jederzeit um uns herum projizierte Magier rumdüsen, die sich mit Geistern und anderen Magiern unterhalten und diejenigen auslachen, die einfach nur dumm in der realen Welt rumstehen. In etwa so, wie sich Menschen vor Hackern fürchten, weil sie glauben, das sie immer und jederzeit in alle Geräte eindringen könnten, kann man sich auch vor Magiern fürchten, da sie immer und überall da sind. Und nicht nur über die Kameras dein Sexleben filmen, sondern auch noch deine Gefühle lesen können und sich darüber lustig machen, weil sie gerade sehen, das seine Liebste dir ihren Orgasmus vorspielt und sie dich nur vögelt, damit du ihr das versprochen Diamantcollier auch wirklich kaufst. 

Jedes tumbe Schäfchen (die diese Zeilen zum Glück normalerweise nicht zu lesen bekommen) dürfte jetzt im Dreieck springen mit „ICH HABS GLEICH GEWUSST!“ und kreischend die Welt verfluchen, weil sie so böse ist. Realistisch gesehen, kann ich sagen. Genausowenig, wie ein Hacker seine Zeit damit vertrödelt, jedes x-beliebige Kommlink zu hacken, damit sich Max Musterbürger wichtig fühlt, werden Magier mit Sicherheit nicht durch Wohnungen turnen und hoffen, das sie mal ein Pärchen beim Geschlechtsakt vorfinden werden. Mal davon ab, das es wesentlich weniger Magier als Scriptkiddies gibt, wenn man den Statistiken trauen darf (was ich nur bedingt tue). Wo also treffen sich die Magier astral, wenn sie mal schäkern wollen, oder sich einfach nur verabreden um nach Timbuktu zu reisen. Lesen geht wie gesagt nicht und telefonieren zum Absprechen geht auch schlecht. Was also tun, wenn man nicht immer die Häuser stürmen und sich zeigen will? Neutrale und gut sichtbare Punkte ansteuern! Genauso wie ich in der Matrix einige Hosts habe, die ich immer wieder als Treffpunkt nutze (auch wenn das regelmäßig wechselt) gibt es sowas mit Sicherheit auch für Magier. Und auf Nachfrage habe ich doch tatsächlich Antwort bekommen.

Der Maschsee ist für so etwas wohl sehr beliebt, weil er nach eigenen Aussagen auch aus 3km Höhe noch zu erkennen und somit ein idealer Treffpunkt ist. Zum zweiten ist das SK-Center zu nennen. Als mit das größte Gebäude der Stadt ist es am Westrand auch relativ einfach zu finden. Natürlich sind beide Locations unter Beobachtung durch diverse Geister um sowohl die Innenstadt, als auch den Teil von Garbsen sauber zu halten. Aber man muss sich ja auch nicht direkt davor stellen und winken, damit auch ja die Sicherheit von einem Wind bekommt. Man wartet halt vor dem Host und hackt nicht rein, nur weil man sich mit jemandem treffen will. 

So sehe ich das jedenfalls, wenn man mich korrigieren möchte, ist das wie immer gerne gesehen.

Who is who – Introduction

Kommen wir zu einer Kategorie, die für uns alle interessant ist. Leute die man kennen sollte. Neben Gantenbein sind da noch einige andere wichtige Menschen, die man in Hannover kennen sollte. Man hat eh ständig mit ihnen zu tun. Es sind auch immer wieder dieselben Gesichter. Das ist in den Schatten unserer Kleinstadt nicht zu umgehen. Es können sich einfach nicht 20 Schmidts einer Firma rentieren, also gibt es ein oder zwei, vielleicht drei wichtige Kontakte zu jedem der großen Player. Jeder kennt somit jeden und alle haben sich furchtbar lieb. Der Vorteil daran ist, das man hier mit Profis zusammenarbeitet. Jeder weiß, das die Runner von heute austauschbar sind. Dafür kann man in der Regel (!) davon ausgehen, dass man für das was man erledigen soll, auch bezahlt wird. Das bedeutet natürlich nicht, das nicht mal ein Doppelspiel dabei ist, sonst wäre es ja langweilig. Nicht jeder der in der Kategorie aufgeführten muss allerdings zwangsläufig als Schmidt auftreten, aber die Chancen sind schon recht hoch. Ausserdem haben wir hier noch die wichtigsten Schieber und Händler zusammengefasst, mit denen man sicherlich häufiger zu tun hat.

Ich versuch mal die wichtigsten Leute aufzuzählen, die man in Hannover kennen sollte. In weiteren Einträgen kommen dann die wissenswerten Sachen zu den einzelnden Personen. Wenns mich auch noch richtig packt, und ich die Zeit finde, mache ich noch ein Beziehungsdiagramm, wer mit wem kann und wem man nicht auf die Füße treten sollte, damit es nicht kracht. Aber das dauert eine ganze Zeit, weil in Hannover praktisch jeder, jeden kennt und irgendeinen Groll hegt, oder Gefallen gut hat. Aber später mehr. Ich aktualisiere das hier, sollte ein neuer Player dazukommen, oder ein alter abtreten. 

Ares: Sergeij Roshenko

Argus: Sascha Hussein Duval

Desperados: Robert Breitfeld

Draco Foundation: Thoralf Lappmann (#Machtspiele)

FBV: Justyna Wisniewska, Samiel von Niederstauffen (AHS), Kevin-Ryan Schmidt (RD&B)

Freie: Gantenbein (#Machtspiele), Teela’na, Yasemine, Lisa

Mafia: Carlo Olivieri, Dario Peretti, Aurora Francesca Di Lauro, Marcos Schreiner, Roman Tremante, Toni Campobello

Saeder Krupp: Marc Özcan, Thorsten Wiedner (#Machtspiele #Netzstücke)

Tamanous (vermutet): Enrico Zorn (#Machtspiele)

Vory: Ruben Trepnischkow, Nikita, Proyzik

Die Liste ist mit Sicherheit noch nicht vollständig, sobald mir jemand auffällt, den ich vergessen habe, reiche ich ihn nach. Ansonsten können bei Who is Who auch mal der nette Straßenkontakt von nebenan auftauchen, wie Jupp, den man eigentlich kennen muss, wenn man schnell mal ne gute Karnevalsverkleidung sucht.

Diamantsplitter gesucht

Im Panoptikum existiert seit wenigen Tagen ein Eintrag unter diesem Namen und der hat mein Interesse geweckt. Und zwar sucht dort jemand Splitter des Regenbogendiamanten. Wie man sich denken kann, gibt es von diesen Splittern 7 Stück. Von vieren weiß man wer sie besitzt. Zwei befinden sich in privater Sammlerhand (dunkelblau und rot), einer wird in einem Museum ausgestellt(violett) und der orangene befindet sich im Privatbesitz eines hannöverschen Mitglieds der High Society. Dieser Splitter wurde vor 8 Wochen in Münster auf einer Auktion vom Stralsunder Edelmann Jasper von Geldern für die Rekordsumme von 700.000€ erstanden. Ein Preis, der den eigentlichen Wert um fast das Doppelte übersteigt.  

 Es gibt übrigens zwei Theorien über die Splitter. Die einen sagen, das der Regenbogendiamant thaumaturgisch zerbrochen wurde und deswegen die 7 Farben in den einzelnen Splitter gefangen sind. Die andere Meinung besagt, dass das Ganze ein Riesen-Hokum ist und der Diamant nie existiert hat. Dann wäre es natürlich Wahnsinn soviel Geld für die einzelnen Teile zu bezahlen. Ich würde gerne mal mein drittes Auge auf einen der Splitter werfen.
 Teela’na

Vor vier Wochen ist dann das It-Girl Lisa auf einer Wohltätigkeitsgala gesichtet worden, auf der sie ein Diadem getragen hat, in das ein orangener Stein eingelassen war. Gerüchten zu folge soll es ein Geschenk gewesen sein. Seitdem ist sie auf mindestens zwei weiteren Veranstaltungen zu Gast gewesen, hat das Diadem jedoch nicht wieder getragen.  Die Frage ist nun, ob es sich immer noch in ihrem Besitz befindet, oder nicht. Und ob sie es loswerden möchte. Denn der Nutzer „Hoax12“ ist bereit für jeden Teil des Diamanten den doppelten Straßenpreis zu bezahlen. Damit dürfte der hannoveraner Splitter unangefochten an der Spitze stehen. Mit 1,4 mio zieht er mit Sicherheit auch etliches Kroppzeuch an, das versuchen wird entweder Lisa oder von Geldern (für die, die nicht mitbekommen haben, das er das Ding verschenkt hat) zu erleichtern. 

 In beiden Fällen dürfte das mehr als nur schwer werden. Von Geldern wohnt im Zooviertel und dort an ihn ranzukommen dürfte nicht gerade einfach sein. Und von Lisa weiß niemand, wo sie wohnt. Ausserdem kennt sie praktisch alle wichtigen Menschen in Hannover. Gott weiß, wieviele von denen ihr einen Gefallen schulden.
 Strass

Ich bin sehr gespannt, ob noch mehr Splitter auftauchen werden, und ich werde mich als nächstes daran machen herauszufinden wer den Regenbogendiamanten in Gänze wieder besitzen will. Und wofür. 

„Projekt Clausewitz“ aus der Isolation entflohen worden

Die auf der [ICOMA] vorgestellte vollständig isolierte KI der neuen Generation ist zur Stunde entwendet worden. Projekt Clausewitz, die als Proto-KI identifiziert wurde, war ein äusserst ambitionierter Langzeit Versuch, eine KI zu erforschen und die komplexen Kompilierungsalgorithmen zu verstehen. Shiawase als Gönner des Projektes hat bei der Sicherheit keine Kosten und Mühen gescheut und meines Wissens nach war es sogar so, das den Programmierern ein eigenes Labor mit extra erhöhter Sicherheit zur Verfügung gestellt wurde im Austausch gegen die exklusiven Forschungsdaten.
Da ich unmittelbar nach der CyBIT Kontakt zu den Entwicklern aufgenommen habe da mich die Idee hinter dem Projekt interessiert hat, hatte ich bis dato auch ein wenig Einblick hinter die Fassade und die Sicherheitsvorkehrungen, die ich eben beschrieben habe. Da der Server-Rack unabhängig von der Matrix betrieben wurde, um ein Ausbüchsen der KI zu verhindern, wurde auf die physische Sicherheit extrem viel Wert gelegt. Von Kameraüberwachung mit Anschluss an einen privaten Sicherheitsdienst, bis zu biometrischer Zugangsabfrage und Sicherheitsfenstern im 3. Stock, war eigentlich alles erdenklich mögliche getan worden. Leider hat keiner daran gedacht, die Projektmitglieder ausreichend zu schützen. Das mitgetragene Panikarmband wurde geschickt umgangen so wie es aussieht und hätte mein Kontakt zusätzlich zu seinem internen Kommlink nicht noch ein externes dabei gehabt, hätte er nicht mal so schnell alarmieren können. Da hat die durchführende Partei wohl geschlampt und nicht richtig durchsucht. 
Vor 10 Minuten habe ich dann nämlich den Hilferuf von einem der Programmierer bekommen, der im Labor eingesperrt wurde, nachdem seine Zugangsdaten benutzt wurden, um sich Zugang zum Labor zu beschaffen. Die Polente ist wohl schon zusammen mit den Privaten unterwegs um die Diebe zu verfolgen. 

Ich habe versucht sie zu tracken, weil es mich einfach interessiert, wo sie die KI hinbringen. Malsehen ob es da auch hilfsbereite Leute gibt, die sich mit mir über ihre neuen Forschunsergebnisse unterhalten wollen. Die bisherigen sind nämlich nicht gestohlen worden, aber auch nur, weil die dezentral und mit einem dicken Zwiebelring von ICE geschützt in der Matrix liegen hab ich das Gefühl. Also hatten sie entweder keinen fähigen Hacker dabei, oder der hatte Schiss.

RA*ZANNG, oder wie die Anarchos die Welt begreifen

Ich bin gerade bei unseren Kollaborateuren aus Berlin auf folgenden [Artikel] gestoßen und konnte mit nicht verkneifen dazu ein paar Zeilen zu schreiben. Um mal ein tl;dr einzustreuen: Das Lifestyle und Szene Magazin RAZANG, ähnlich unserem Schäd’lspalter, wurde in den letzten Wochen massiv unter Druck gesetzt, da sie angeblich „zur Strafttat auffordern“. Aus diesem Grunde wurde letzten Monat eine Razzia in den Redaktionsräumen durchgeführt und der, für den unter Straftatbestand vermuteten Teil, verantwortliche Redakteur festgenommen und zur Vernehmung in eine unbekannte Sternschutzeinrichtung verbracht.

Das alles wäre nicht so schlimm, passiert sowas ständig in Berlin. Öffentlichkeitswirksam ist es in diesem Fall, weil es sich mitnichten um eine kleine, auf einen Nischenmarkt zugeschnittene Lokalzeitung handelt, sondern die Downloadrate durchschnittlich deutlich über einer halben Million liegt. Da 2/3 der Redaktion aus Sympathie zum Verhafteten, Peer „Hazmat“ Rugowski, die Arbeit niedergelegt haben, ist RAZANG im Moment am Rande des Niedergangs. Die Ex-Redakteure haben sich nun scheinbar mit unabhängigen Leuten aus der Berliner Anarchoszene zusammengetan und betreiben das Ganze nun als Untergrundschattenmagazine. Vorrangig sind dies die Rubriken RA*ZANNG und KA*POW, die sich mit der Rigger- und Straßensamuraiszene beschäftigen und vom Casemodding über bauliche Veränderungen, die der TÜV mit Sicherheit nicht genehmigen würde, alles beinhalten.

In diesem Zusammenhang zitiere ich mal eben die geschätzte Kollegin Nakaira:

„[…]RAZANG hatte zuletzt stabil 650K Abrufe pro Ausgabe. Warum? Weil […] RAZANG streckenweise unterhaltsam und für ein Allgemeinpublikum(!) geschrieben war. […] Und nun? Jetzt habt ihr 2 Feeds für Motor- und Knarrenhirne mehr, die von immer denselben vollbewaffneten Lebensversagern geladen werden – geladen, nicht gelesen, denn die klicken nur auf ihr jeweiliges Stück Lieblings-Terch-Pr0n[sic] und SCHEISSEN[sic] auf den ganzen Rest. […] Alle Macht der ungehörten Wahrheit der 2-Mann-Leser-Elite!“

Ich sehe das ähnlich wie sie. Was bringt es, die Mags im Untergrund weiterzubetreiben, wenn es die richtigen Leute entweder nicht erreicht, oder diejenigen Artikel raussuchen (lassen), die sie interessieren und den Rest vergessen? Wir sind zwar nicht so weit, wie in den UCAS oder CAS, aber auch hierzulande ist die ein oder andere Waffe vorhanden und auch geduldet. So wie ich das gesehen habe, hat sich die KA*POW-Kolumne auch vorzugsweise mit halbautomatischen Handfeuerwaffen beschäftigt. Ich habe sogar einen [Beitrag] gefunden, der sich mit den Vorzügen von Tasern beschäftigt und einen [anderen], der die Handtaschenholdouts beleuchtet und eine „Typberatung“ für die selbstbewußte Konzerntochter von heute geboten hat.

Diese Typberatung war auch nur oberflächlich für kleine Kinder gemacht. Wenn man zwischen den Zeilen gelesen hat, dann war es ein sehr exakter Einsatzvorschlag für die vorgestellten Waffen. Und die waren sogar relativ gut geeignet, mindestens eine Idee habe ich schon übernommen.
Strass

Sicherlich ist das Ganze kein sonderlich großes Aushängeschild gewesen, aber es hat die Kolumne immer am Rand der Legalität schwappen lassen. Somit konnte auch mal das HK G12A4 der Bundeswehr unter die Lupe genommen werden, ohne dass es Verdacht erregt hatte. Diese ganzen Boni sind jetzt verspielt und es muss aus dem Schatten heraus agiert werden. Man hätte (mit ein bisschen Hilfe aus der richtigen Szene) das Mag und den verantwortlichen Redakteur rausboxen können, aber dieser Kindergarten-Streik zwingt RAZANG dazu dicht zu machen und die gespawnten Underground-Magazine sind zwei von vielen, die kein Schwein mehr interessiert. Schade eigentlich, es hatte Potential.

Das piekst jetzt gleich mal ein bisschen

 Hab ich gerade von einem Bekannten reinbekommen, der unerkannt bleiben will, deswegen verteil ich das hier. Mir wäre das an seiner Stelle auch peinlich
 Justizopfer

Wenn man auf eine Messe wie die ICOMA geht, dann will man was sehen. Den neusten technischen Schnickschnack, ein paar heiße Messegirls und wenn es geht, am Ende noch ne  volle Tüte Giveaways, damit man nicht gezwungen ist, woanders Kugelschreiber zu klauen. So hatte ich mir das vorgestellt.

Hey, sogar ne nette Extraktion von irgendjemand Wichtigem und das Rumgehampel der Sicherheit – wenn auch nur aus der Ferne. Ist ja immer nett, zu sehen wie die Konkurrenz so arbeitet. Immerhin hatte ich dieses Jahr mal keinen *hust* Auftrag *hust*, wo ich doch gerade erst gelernt hab, auf zwei Beinen zu stehen, die nicht zu meiner Originalausstattung gehören, aber dafür extra für mich gezüchtet sind. Ja ich weiß, Cyber wäre mich billiger gekommen, aber hinterher ist jeder schlauer. 

Was ich mir also so gar nicht vorgestellt hatte war, dass der Prosecco aus meiner Grabbeltüte nach was anderem schmecken könnte als Billigplörre. Und dass mir die heiße Rothaarige tatsächlich ne funktionierende Comnummer rüberschob und vor allem verdammte Scheiße, nicht dieses verfickte Einhorn, dass bis zur Stirn mit seinem Glitzerflitterfunkelhorn in meinem flammneuen Oberschenkel steckte und versuchte mich in die Eier zu beißen! Ich meine, eine verdammte Kinderbespaßungs-Drohne, die versucht mich zu kastrieren? Von hüfthohen plüschbespannten Hottehüh-Drohnen mit Riesenpickel auf der Stirn erwarte ich vielleicht noch, dass sie Regenbogen scheißen und Blümchen pupsen, aber keinen tätlichen Angriff auf meine Familienjuwelen!

Aber ich sag es euch, wenn ihr das nächste Jahr zu CyBIT geht, dann nehmt euch nen Tiefschutz und ne Arbeitshose der dickeren Variante mit, es sei denn, ihr umgeht diesen Stand mit den Spielzeugen großräumig. So viel kostenlosen Fruchtgummi, Klebezettel und Kaugummis kann mir keiner andrehen, dass ich mir nochmal ein Loch ins Bein stanzen lasse, nur weil ich in die Ablenkung für so ne Scheißextraktion gerate. Wenn ich die Kollegen erwische, denen ich das Loch in meinem neuen Lieblingsbein verdanke, ich verspreche, ich werde mich revanchieren. Das Teil ist noch nichtmal ganz bezahlt und schon im Eimer, wo kommen wir denn da hin?! Ich war nur froh, dass mein Kumpel so geistesgegenwärtig war, dem Scheißteil das Licht auszuknipsen und mich dann rauszuschleifen, bevor jemand sich eingehender mit meinen Personalien beschäftigen konnte, natürlich nur, um mir zu helfen und so. Jaja, schon klar.

Also sollte jemand ein paar Infos für mich haben, wer da seine Finger im Spiel hatte, damit die Viecher den Aufstands probten, ich hab große Ohren, damit ich besser fressen kann, oder so… Alternativ nehm ich zum Trost auch gerne die Kommnummer der heißen Rothaarigen vom Fairlight-Stand.

 Einfach an mich schicken, ich leite dann weiter
 Justizopfer

 Komm ins Steintorviertel zu „Ginger Girls“ und du kannst dir eine Rothaarige aussuchen, die dich dazu bringt, dass du deine Beine vergisst. Und wenn du auf Schmerzen in den Eiern stehst, Madam, sorgt auch dafür. Kleine Preise, großer Service, Samstags Happy Hour von 10:00 bis 11:00, Blowjobs zum halben Preis, we lick it, Baby
 Lola_19

 Die Nummer der umprogrammierten Kinderdrohnen ist doch ein lange gelutschter Drops. Nett war dieses Mal höchstens, dass nicht die Hörnchen selbst angebohrt wurden, sondern die süßen kleinen Schlafi-Schlafi-Zubehör-Ställe für die Viecher. Sprich das ganze lief zwar zeitnah, aber trotzdem von langer Hand geplant. Einzeln wäre jedes dieser Dinger problemlos durch die Kontrollen gerutscht, aber sobald das liebe süße Kuschelpferdchen das erste Mal an die Ladebuchse ging und selig schnarchend Heia machte, war es zu spät und die Viecher mutierten beim Aufwachen zum Eierbeißer und Beinchenpiekser.
 Proycik

 Egal, die Nummer hat funktioniert. Zwei Emoti-Entwickler sind verschwunden worden und ich wette, die Chinesen haben sich gut weggelacht. Auch wenn man sie mal wieder wegen Plagiaten mit netter Konventionalstrafe aus der Halle geschmissen hat, machen die sich mit Gewinn auf den Weg nach Hause und haben sich nicht stundenlang mit tumbem Dauerlächeln die Beine in den Bauch gestanden.
 Strass

  Achja, ich hab ’nen Posten Einhorndrohnen günstig abzugeben, nur wenig gebraucht und die Flecken kann man aus dem Fell garantiert rauswaschen, ich hab nur keinen Bock, die Plüschbespannung runterzuprokeln. Bei Interesse, ihr kennt die Vorgehensweise, ich geb auch Mengenrabatt.
 Proycik