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[!] 36 Policlubs & Lobbyverbände

36dinge … für den Flair der Welt

36 Policlubs & Lobbyverbände ist eine Sammlung von Organisationen, die innerhalb von Hannover in das Mächtegefüge eingreifen. Teilweise sogar sehr massiv. Das Spektrum variiert dabei von legalen Demos über illegalen Sit-Ins bis hin zu terroristischen Anschlägen. Diese Liste kann benutzt werden, wenn man entweder schnell einen Sündenbock braucht, oder als Auftraggeber für Shadowruns, wenn die wahren Täter ihr Gesicht noch nicht zeigen wollen. Der Übergang von Gang zu Policlub und von Policlub zu Lobbyverband ist dabei fließend.

 

36 Policlubs & Lobbyverbände

11 Elves First – Policlub der die Aussonderung von genetisch fragwürdigem Material aus dem Genpool fordert
12 Femen ’69 – Überwiegend aus Frauen bestehender Policlub die für die Rechte der Frauen und allgemeine Gleichbehandlung aller Geschlechter und Rassen eintritt.
13 Alternative für die ADL – Pro-Menschlicher Policlub
14 Nationale Freidenker e.V. – Bothfelder Verein für ein „sauberes“ Hannover
15 Power Hauer Club – Pro orkisch und trollische Gruppierung, die stark mit den Sons of Sauron sympathisiert
16 
Humans First – Policlub der die Aussonderung von genetisch fragwürdigem Material aus dem Genpool fordert. Militante Variante der nationalen Freidenker/Humanis

21 Magokratische Gesellschaft der deutschen Mitte – Hermetischer Zirkel
22 Kill the Mage first! – Anti-Magier Gruppierung
23 Runenleger Vereinigung – Neopaganistischer Verein zur Verbreitung von alternativen Magiekonzepten
24 Verein zum Schutz von Paracrittern
– Involviert in grenzlegalen Aktivitäten zur Befreiung von in Gefangenschaft lebenden erwachten Tieren

25 Wicca’s Brut – Radikaler Coven aus dem Harz
26 Leyline Hunters – Rücksichtslose Gruppe von erwachten Manajunkies

31 DestroyAR – Anti-AR/VR Bewegung die mit aggressivem Matrixvandalismus für ihre Ideale kämpft.
32 Warmongers Incorporated – Organisierter Fanverband der Hannover Hellhounds
33 Freunde der Monaden – Policlub der die KIs unterstützt, die im Zusammenhang mit KFS stehen
34 Cyberenthusiasts Hannover Nord – Policlub bestehend aus Hooligans und Kampfwütigen, die sich mit anderen Gleichgesinnten regelmäßig vermobben 
35 Die Hackerjugend – Lose Vereinigung von Script Kiddies die sich in einem privaten Peer-to-Peer Netzwerk koordinieren
36 FREE KI – KI-freundlicher Policlub

41 Förderverein der erwachten Studentenschaft Hannovers
42 Vereinigter Matrixclub Hannover e.V.
– Studentenverbindung zur Förderung der Interessen von Matrix- und IT-Spezialisten
43 Verein zur Förderung der Hannoveraner Lobbyverbände

44 Interessenverband Mühlenberg – Mühlenberg soll schöner werden!
45 Rotary Club Hannover-Eilenriede – Über 120 Jahre Dienst an der Gesellschaft
46 Christlicher Verein der Nächstenliebe – Setzt die Interessen der katholischen Kirche im Politalltag durch

51 Freie Familienwahl/Pro-Evolution/MyGene – Lobbygruppen zur Freigabe der genetischen Optimierung in utero
52 Aktionsrat „Soziale Marktwirtschaft“

53 Landesverband der erwachten Biobauern
54 Scharnhorst Lounge – Altherren Club
55 Alfred Herrhausen Stiftung für politische Bildung
– FBV Lobbying
56 Rupert, Down und Beimler Consulting
– Wirtschaftsconsultants

61 Daiatsu-Hanomag – Die „Japanoclique“. Interessenverband der Japanokonzerne
62 Zentrum für Friedensforschung
– MET2000 Lobbyverband

63 Förderverein Maschseefreunde – Hält den Status Quo der Reichen und Mächtigen aufrecht
64 Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten 
65 Rettet die Bunraku-Puppen e.V. – Hilfsorganisation die das Versklaven von Frauen in Bordellen härter verfolgt sehen will
66 Technomancer Lobbyverband – Verein zum Schutz der Rechte von Technomancern

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Femen ’69

Nachdem ihr ja alle mitbekommen habt, was vor ein paar Wochen im Maritim abgegangen ist, erreichten mich mehrere PM’s, die um eine Kurzvorstellung von Femen ’69 gebeten haben. Nach etwas Recherche, habe ich raus gefunden, das die Nacktaktivistinnen auch so etwas wie ein Front- und ein Backend haben. Nach außen hin, sind sie die fröhliche Gegen-das-Establishment-Bewegung, die im Brustton der Überzeugung (pun intended) dafür sorgen, das bestimmte Themen zumindest gehört werden. Das machen sie oft mit Charme und viel Spaß an der Sache. 

Von Ende 2069 bis Mitte 2077 hat die Gruppe dutzende Male auf sich aufmerksam gemacht. In der Regel lassen sich die Frauen nur unter Gewaltandrohungen entfernen. Jedoch sind sie, im weitesten Sinne, friedlich dabei. Interessant ist auch, das die Mitglieder nie länger als einige Tage im Gefängnis sitzen. Danach werden sie wegen Verfahrensfehlern oder aufgrund von fähigen (oder unfähigen) Anwälten wieder freigelassen. Weshalb sie nach 2077 nicht mehr in Erscheinung getreten sind, kann niemand genau sagen. Genauso wenig weiß man, warum sie auf einmal wieder aktiv sind. 

Wie dem auch sei, obwohl sie nach außen hin immer die Guten mimen, gab es vermehrt Zwischenfälle bei Veranstaltungen an denen sie teilgenommen haben. 

22.04.2073: Femen demonstriert öffentlich in der Kurfürstenmall gegen Kinderarbeit in Südostasien. Während des Nacktauftritts und dem Widerstand gegen die Staatsgewalt wurde in der Mall aus dem Bekleidungsgeschäft „Little Tiffanys“ der Manager entführt. Er wurde nie wieder gefunden und etliche Filialen der Kette wurden in den folgenden Monaten geschlossen. Offiziell alle wegen Insolvenz.

19.02.2076: Fünf Mitglieder von Femen haben es irgendwie geschafft in die Dresdner Semperoper einzudringen und auf der Bühne mit ARO’s und Plakaten gegen die „Glorifizierung der Bourgeoisie“ zu demonstrieren. Während des Zwischenfalls erlitt der Vorsitzende des elitären Manhattan Club einen Herzanfall und wurde daraufhin von Rettungskräften verlegt. Nur ist er niemals im Krankenhaus angekommen und erst vier Monate später wieder aufgetaucht. Total verwildert hat er seine sämtlichen Nachkommen enterbt, sein Geld an wohltätige Zwecke verteilt und versucht beständig seine alten Kontakte von derselben Idee zu überzeugen.

09.06.2077: Vor diesem Jahr die vorerst letzte öffentliche Aktion von Femen. Eine Gruppe von ca. 50 Frauen stürmte, gewaltfrei wohlgemerkt, eine Wohltätigkeitsveranstaltung in München, um sich vor jede Kamera zu werfen die dort zu finden war. Grund für die Demo war die „Anhaltende Heuchelei der regierenden Oberschicht“. Während des Events ist ein elfisches Zwillingspärchen aus den herrschenden Kreisen Tír na nÓg’s „abhanden“ gekommen. Beide sind seitdem nicht mehr gesehen worden, aber einige politische Entscheidungen des Elfenstaates in den Folgemonaten warfen zumindest Fragen auf. [mehr lesen…]

13.08.2079: Sturm auf die Jahreshauptversammlung des HLV e.V. in Hannover, Dr. Harmony Yildriz, stellv. Kassenwartin des HLV e.V.’s, verschwindet spurlos.

Das lässt mich schlussfolgern, das es noch ein wie auch immer geartetes Backend der Organisation gibt. Und wenn ich mir die Aktionen so ansehe, dann sind die auch verdammt gut ausgerüstet. Normalerweise erwarte ich sowas von der „Neuen Frankfurter Schule“ oder von „Hauptstadt-Runnern“. Nicht schlecht Herr Specht. Femen muss etliches an fähigen Riggern und Deckern beschäftigen. Weiterhin noch eine Armada an Social Chameleons und ein paar Menschen fürs Grobe. Anders kann ich es mir nicht vorstellen. Über die Organisation hinter der Organisation lässt sich leider schwieriger was heraus finden.

srzitat Ich wäre aber durchaus bereit bis zu 50k springen zu lassen, für verwertbare Infos zum Netzwerk hinter Femen ’69. Kontaktiert mich unter [LTG-ADL-H3452-G-46]
srzitat Justizopfer

Die Server die sie zum durchrouten benutzen verteilen sich auf der ganzen Welt. allerdings haben wir Lastspitzen in Tunis und zwischen dem Trollkönigreich und der SOX. Ist natürlich alles sehr vage, aber meine Vermutung ist, das sie rundherum viel Wind machen um zu verschleiern, das es dort Rechenzentren gibt, mit denen sie arbeiten. In der Matrix lassen sich zwei Individuen ausmachen, die zumindest mit Femen öffentlich sympathisieren. Die Hackerin „Null“ und der/die Hacker/in „Divide-by-0“. Im Meatspace gibt es die Sozialadeptin „Jakarta“, die von Anfang an als Spokeswoman für Femen ’69 agiert hat. Bisher sind die Aktivistinnen öffentlich noch nie verantwortlich gemacht worden für die vermissten Personen. Das macht sie nur umso gefährlicher, da sie wissen, was sie tun.

 

Femen ’69 schlägt wieder zu

Hannover (dpa) – Bei der friedlichen Jahreshauptveranstaltung des Vereins zur Förderung der Hannoveraner Lobbyverbände (HLV e.V.) kam es am vergangenen Sonntag zu einem terroristischen Anschlag. Nach über zwei Jahren in denen man von der Vereinigung in der Öffentlichkeit nichts mehr wahrgenommen hatte, stürmten Mitglieder der Gruppierung „Femen ’69“ in großer Zahl das Maritim Hotel im Stadtkern Hannovers. Durch diesen geplanten und vorsätzlich durchgeführten Anschlag wurden zahllosen Workshops und Vorträge des HLV unterbrochen. Wie für diese terroristische Organisation üblich sind die Frauen vollständig unbekleidet  in die Örtlichkeiten eingedrungen. [Videobeweis]

srzitat Was bei den meisten Menschen und Elfen ja noch geht. Wenn ich mir aber vorstelle, das da so ne fette Trollin ankommt und ihre riesigen Milc[…]
>>> 2MP gelöscht
srzitat Roter Friese

srzitat Lass uns diesen Pfad einfach nicht einschlagen.
srzitat Justizopfer

Bewaffnet mit Schildern und AR Parolen, haben sie das Forum genutzt um ihre immergleichen Forderungen nach „Gleichberechtigung“ und gegen „sozialen Hass gegen Frauen“ unter die anwesenden Lobbyisten, Volksvertreter und die Presse zu bringen. Dabei schreckten sie auch vor persönlichen Angriffen nicht zurück. Justyna Wisniewska wurde trotz ihres Personenschutzes von einer Orkin und einer Norm niedergerungen und mit den Blößen der beiden Frauen in Kontakt gebracht. [Videobeweis]

Ihrem Leibwächter, der scheinbar nicht wusste wie er sich in dieser Situation verhalten sollte widerfuhr das selbe Schicksal. Währenddessen propagierten die Femen-Aktivistinnen weiter ihre Parolen und beschimpften Wizniewska als „Werkzeug des Systems“.

srzitat Ich persönlich empfinde das allerdings als merkwürdig, da sich Wisniewska schon mehrfach pro-feministisch geäussert hat – zumindest im Rahmen ihrer durch den Beruf eingeschränkten Möglichkeiten. Sie hat als PA von Samiel von Niederstauffen auch die entsprechende Stelle um in dieser Sache wirken zu können. Aber wenn man es genau nimmt, könnte man ihr auch vorhalten, dass sie nicht Niederstauffens Job hat, wenn sie schon soviel Wert auf Frauenrechte legt. Scheint so als könne man alles irgendwie verdrehen.
srzitat ghoti

Etliche Teilnehmern der Konferenz wurden ähnlichen Übergriffen ausgesetzt, bevor die vor Ort befindliche Polizei das Maritim räumen und die gut 70 Terroristinnen in Gewahrsam nehmen konnte. 32 Metamenschen kamen dabei zu Schaden. 2 Teilnehmer der Konferenz wurden leicht verletzt und wurden direkt vor Ort gegen Schock behandelt. 30 Aktivistinnen wurden zum Teil schwer verletzt, da sie sich der Festnahme wiedersetzten.

srzitat Echt jetzt? Fast die Hälfte wurde verletzt? Unbewaffnete und nackte Metamenschen können sich so stark wiedersetzen, das sie „zum Teil schwer verletzt“ werden? Wow. Echt… Wow.
srzitat Graf Zahl

Unklar ist zur Zeit, wie sich Femen Zutritt zum Hotel verschaffen konnte. Es wird vermutet, das sie Unterstützung von unbekannten Hackern hatten, die dafür gesorgt haben, das sowohl die Kameras, als auch die Sicherheitssysteme erst anschlugen, als der Anschlag bereits in vollem Gange war. Sachdienliche Hinweise, die zur Festnahme der Matrixvandalen führen können, reichen sie bitte bei der nächsten Polizeidienststelle ein.

srzitat Tja, offensichtlich hat noch keiner die Mitglieder des HLV e.V. durchgezählt. Dann war die ganze Aktion ja scheinbar doch ein Erfolg.
srzitat Strass

 

Toni Campobello

Wer in Hannover Geld waschen will, der ist gut beraten, wenn er sich an Toni wendet. Der Mann hat seine Finger in allen möglichen windigen Geschäften, hat zig Konten in der Schweiz und in Übersee für die Geldtransfers. Diverse Schattenkonten bei namhaften Untergrundbanken zählen ebenfalls zu seinem Portfolio.

In der Regel läßt er Geld durch etliche Kanäle durchlaufen und je nach Menge dauert das Ganze zwischen wenigen Stunden, bis zu mehreren Wochen. Dazu kauft er auch mal für mehrere Millionen tschechischen Brandy, nur um ihn mit etwas Gewinn und mit sauberem Geld wieder offiziell zu verkaufen. Diverse Scheinfirmen dienen hier als Mittel zum Zweck. Sogar eine Reinigungsfirma ist darunter, um dem Ganzen auch mal einen ironischen Unterton zu verpassen. Mit diesen Vorgängen hat er sich in den letzten Jahren in Hannover einer Ruf aufgebaut. Man kennt ihn, man respektiert ihn. Durch seine massigen Kontakte und Gefälligkeiten die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben hat er ausserdem eine lukrative Nebentätigkeit als Auftragsschieber aufgenommen. Das bedeutet unter anderem auch, das er sich bei diversen Lobbygruppen eingekauft hat und für sie Geld wäscht und Jobs verschachert. Chancen sind gut, das ihr in Hannover seine Wege kreuzt, wenn es Lobbyarbeit zu tun gilt. Vorallem, wenn es sich noch im Finanzbereich bewegt.

 Und das in Kreisen, da kommt man ins Schlingern, wenn man es nicht gewohnt ist.
 Strass

Da kommt aber eigentlich auch der Kasus Knacktus ins Spiel. Der Ruf ist nicht ausschließlich auf seinen Geldwäscher-Fähigkeiten und Schieberqualitäten begründet. Ihm wird nachgesagt, das er mit der Mafia gemeinsame Sachen macht. Das ist inhaltlich grundsätzlich richtig, aber er ist nicht Teil der Familie. Nichtsdestotrotz hält Olivieri große Stücke auf ihn und etliche seine Aufträge bestehen darin, Geld der Mafia zu waschen. Also sollte euch klar sein, dass, wenn ihr für Toni arbeitet, ihr euch eventuell in die Geschicke der Mafia einmischt. Sei es im positiven oder im negativen. Davon ab, ist er aber ein angenehmer Arbeitspartner, der pünktlich zahlt und es sich bei seinem Ruf nicht (oder nur sehr selten und dann gut versteckt) erlauben kann die Runner zu bescheißen. Er sitzt im Zooviertel und hat eine luxuriöse Wohnung (als wenn es da irgendwas anderes geben würde) direkt über seiner Wirtschaftsberatungsfirma und gehört dementsprechend zu den Top-Jungs in Hannover.

Aber ganz ehrlich. Wen ein Geldwäscher keine Kohle hat, würdet ihr ihm dann vertrauen?

„Projekt Clausewitz“ aus der Isolation entflohen worden

Die auf der [ICOMA] vorgestellte vollständig isolierte KI der neuen Generation ist zur Stunde entwendet worden. Projekt Clausewitz, die als Proto-KI identifiziert wurde, war ein äusserst ambitionierter Langzeit Versuch, eine KI zu erforschen und die komplexen Kompilierungsalgorithmen zu verstehen. Shiawase als Gönner des Projektes hat bei der Sicherheit keine Kosten und Mühen gescheut und meines Wissens nach war es sogar so, das den Programmierern ein eigenes Labor mit extra erhöhter Sicherheit zur Verfügung gestellt wurde im Austausch gegen die exklusiven Forschungsdaten.
Da ich unmittelbar nach der CyBIT Kontakt zu den Entwicklern aufgenommen habe da mich die Idee hinter dem Projekt interessiert hat, hatte ich bis dato auch ein wenig Einblick hinter die Fassade und die Sicherheitsvorkehrungen, die ich eben beschrieben habe. Da der Server-Rack unabhängig von der Matrix betrieben wurde, um ein Ausbüchsen der KI zu verhindern, wurde auf die physische Sicherheit extrem viel Wert gelegt. Von Kameraüberwachung mit Anschluss an einen privaten Sicherheitsdienst, bis zu biometrischer Zugangsabfrage und Sicherheitsfenstern im 3. Stock, war eigentlich alles erdenklich mögliche getan worden. Leider hat keiner daran gedacht, die Projektmitglieder ausreichend zu schützen. Das mitgetragene Panikarmband wurde geschickt umgangen so wie es aussieht und hätte mein Kontakt zusätzlich zu seinem internen Kommlink nicht noch ein externes dabei gehabt, hätte er nicht mal so schnell alarmieren können. Da hat die durchführende Partei wohl geschlampt und nicht richtig durchsucht. 
Vor 10 Minuten habe ich dann nämlich den Hilferuf von einem der Programmierer bekommen, der im Labor eingesperrt wurde, nachdem seine Zugangsdaten benutzt wurden, um sich Zugang zum Labor zu beschaffen. Die Polente ist wohl schon zusammen mit den Privaten unterwegs um die Diebe zu verfolgen. 

Ich habe versucht sie zu tracken, weil es mich einfach interessiert, wo sie die KI hinbringen. Malsehen ob es da auch hilfsbereite Leute gibt, die sich mit mir über ihre neuen Forschunsergebnisse unterhalten wollen. Die bisherigen sind nämlich nicht gestohlen worden, aber auch nur, weil die dezentral und mit einem dicken Zwiebelring von ICE geschützt in der Matrix liegen hab ich das Gefühl. Also hatten sie entweder keinen fähigen Hacker dabei, oder der hatte Schiss.

La Grande Dame interveniert

In den Schatten hat sich mal wieder etwas ereignet, was in Hannover den ein oder anderen interessieren dürfte. Der Einschlag ist zwar nicht exorbitant, allerdings signifikant spürbar. Gantenbein, politische Agitatorin, Ex-Schmidt und wie ihr sie noch nennen wollt hat wieder zugeschlagen. Und das Ganze hat sie auch noch so gut eingefädelt, das es fast unter dem Radar durchgeflutscht wäre. Aber da hat sie die Rechnung ohne das Panoptikum gemacht. Wahrscheinlich ist es ihr auch schlichtweg egal, wovon ich eher ausgehen würde. Man ist nicht solange im Geschäft, wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, das praktisch jede Info irgendwo, irgendwann leaken wird. Aber was solls.

Der Hintergrund: Die Markteinführung einer wählerfreundlichen Wahlapp soll pünktlich und rechtzeitig vor den Bundestagswahlen stattfinden, damit die geneigte Wählerschaft ihre Stimme bequem per App abschicken kann und diese dann gesetzeskonform von der Deutschen Post AG als Briefwahlbogen weitergeleitet werden kann. Wie wir alle wissen, ist der Einsatz eines Wahlcomputers nicht ohne Grund nie beschlossen worden. Die Missbrauchsmöglichkeiten sind einfach immens. Die schon seit Monaten angekündigte und als ProWahl2074 vermarktete App ist von der Bundesregierung in Auftrag gegeben worden und offiziell wollen sie damit die Wahlfaulen Nicht-Wähler animieren ihre Stimme doch abzugeben um, wie immer, die radikalen Parteien nicht zu unterstützen und die gefestigten Parteien zu unterstützen. Soweit der offizielle Part.

Was der geneigte Otto-Normal-Bürger nicht weiß, da es nicht öffentlich kommuniziert wird ist, dass die App nicht nur die digitale, an die SIN geknüpfte, Signatur überträgt, sondern zeitgleich werden auch die biometrischen Daten, die zum Übermitteln der Signatur von Nöten sind ausgelesen und ebenfalls mit übertragen. Daumenabdrücke und Retinascans werden somit kostenlos an die Regierung übertragen. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Allerdings kann man weiterspinnen und durch die eindeutige Zuordnung von Signatur und biometrischem Datum im Namen des Users alle möglichen Dinge veranstalten. Unter anderem auch Wahlbetrug in folgenden Jahren begehen. Eine Stellungnahme, die auf der Matrixpräsenz der Regierung veröffentlicht wurde gibt zu verstehen, das die zu übertragenen Daten ausschließlich der Verifikation dienen und selbstverständlich umgehend nach derselbigen wieder gelöscht werden. Bisher ist das Ganze noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt, aber bis zur Wahl ist es ja auch noch ein wenig hin und der Aufschrei unter den Bürgern dürfte immens sein. Einige Boulevardschmierfinken geifern schon nach unseren Beweisen, um sie auszuschlachten. 

Was hat nun Gantenbein damit zu tun? Eine sehr gute Frage! Gerüchten zu Folge sollte die Einführung der App verhindert werden. Ein Team hat die Software-Schmiede in Köln ins Visier genommen und den Code sowie die Prototypen vernichtet. „Glücklicherweise“ existierte ein  weiteres Muster, das sich bereits in der Vervielfältigung befand. Gantenbeins Team ist nur wenige Stunden nach der Aktion ausgesandt worden, um das fehlende Stück Code zu acquirieren und die bereits in Produktion befindlichen Apps und die dazugehörigen Aufzeichnungen zu zerstören. Also befindet sich die einzig verwendungsfähige Anwendung nun in der Hand von Gantenbein, die unter der Hand zugesagt hat der Regierung per Reverse Engineering die Daten wieder zukommen zu lassen um quasi kollegial die App wieder zum Laufen zu bringen.

 Woraufhin sich natürlich mehrere Fragen stellen: Wer hat das ursprüngliche Team angeheuert, warum hat die Ur-Schmidt so lieb und nett reagiert und warum merkt keiner, das sie die zugrundeliegende Software für sich nutzen will.
ghoti

Problematisch ist nicht die Tatsache, das sie es für sich beansprucht. Viel interessanter ist die frage: Wozu braucht eine Mitt-Siebzigerin (im Körper einer Mitt-Vierzigerin) diese Software, die in großem Maße Biometrie-Daten snifft? Ich kann mir aber auch gut vorstellen, das Gantenbein den Code nur für sich beansprucht, um a) im Gespräch zu bleiben und b) mal wieder etwas großes in der Hinterhand zu haben. Ich weiß es nicht, aber irgendwie muss man schon Schiss vor ihr haben, auch wenn sie noch so nett tut. Ich werd aus der Frau nicht schlau.
Justizopfer

Das werden die wenigsten. Kennengelernt hab ich sie mal auf einem Symposium in Mainz. Höflich, nett, aufgeschlossen und manchmal scheint die geistige Haltung durch, die man bei einer Omi erwarten würde. Ob das gespielt ist oder nicht, sei den Leonisationsexperten überlassen.
Strass

Es gibt noch nicht genug Langzeitstudien, inwieweit das Gehirn von der Leonisation betroffen ist oder nicht. Anzeichen dafür, das alte Verhaltensmuster wieder angenommen werden, oder der zerebrale Cortex einem retrograden Verfall unterliegen könnte, sind nicht bewiesen, aber darüber wird stark spekuliert.
ghoti

Zerebraler Cortex? Retrograder Verfall? …
Roter Friese