Shadowrun Hannover

Die Online Erweiterung von Patrick Kurrat und Philipp Seeger

La Grande Dame interveniert

In den Schatten hat sich mal wieder etwas ereignet, was in Hannover den ein oder anderen interessieren dürfte. Der Einschlag ist zwar nicht exorbitant, allerdings signifikant spürbar. Gantenbein, politische Agitatorin, Ex-Schmidt und wie ihr sie noch nennen wollt hat wieder zugeschlagen. Und das Ganze hat sie auch noch so gut eingefädelt, das es fast unter dem Radar durchgeflutscht wäre. Aber da hat sie die Rechnung ohne das Panoptikum gemacht. Wahrscheinlich ist es ihr auch schlichtweg egal, wovon ich eher ausgehen würde. Man ist nicht solange im Geschäft, wenn man sich nicht im Klaren darüber ist, das praktisch jede Info irgendwo, irgendwann leaken wird. Aber was solls.

Der Hintergrund: Die Markteinführung einer wählerfreundlichen Wahlapp soll pünktlich und rechtzeitig vor den Bundestagswahlen veröffentlicht werden, damit die geneigte Wählerschaft ihre Stimme bequem per App abschicken kann und diese dann gesetzeskonform von der Deutschen Post AG als Briefwahlbogen weitergeleitet werden kann. Wie wir alle wissen, ist der Einsatz eines Wahlcomputers nicht ohne Grund nie beschlossen worden. Die Missbrauchsmöglichkeiten sind einfach immens. Die schon seit Monaten angekündigte und als ProWahl2074 vermarktete App ist von der Bundesregierung in Auftrag gegeben worden und offiziell wollen sie damit die Wahlfaulen Nicht-Wähler animieren ihre Stimme doch abzugeben um, wie immer, die radikalen Parteien nicht zu unterstützen und die gefestigten Parteien zu unterstützen. Soweit der offizielle Part.

Was der geneigte Otto-Normal-Bürger nicht weiß, da es nicht öffentlich kommuniziert wird ist, dass die App nicht nur die digitale, an die SIN geknüpfte, Signatur überträgt, sondern zeitgleich werden auch die biometrischen Daten, die zum Übermitteln der Signatur von Nöten sind ausgelesen und ebenfalls mit übertragen. Daumenabdrücke und Retinascans werden somit kostenlos an die Regierung übertragen. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Allerdings kann man weiterspinnen und durch die eindeutige Zuordnung von Signatur und biometrischem Datum im Namen des Users alle möglichen Dinge veranstalten. Unter anderem auch Wahlbetrug in folgenden Jahren begehen. Eine Stellungnahme, die auf der Matrixpräsenz der Regierung veröffentlicht wurde gibt zu verstehen, das die zu übertragenen Daten ausschließlich der Verifikation dienen und selbstverständlich umgehend nach derselbigen wieder gelöscht werden. Bisher ist das Ganze noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt, aber bis zur Wahl ist es ja auch noch ein wenig hin und der Aufschrei unter den Bürgern dürfte immens sein. Einige Boulevardschmierfinken geifern schon nach unseren Beweisen, um sie auszuschlachten. 

Was hat nun Gantenbein damit zu tun? Eine sehr gute Frage! Gerüchten zu Folge sollte die Einführung der App verhindert werden. Ein Team hat die Software-Schmiede in Köln ins Visier genommen und den Code sowie die Prototypen vernichtet. „Glücklicherweise“ existierte ein  weiteres Muster, das sich bereits in der Vervielfältigung befand. Gantenbeins Team ist nur wenige Stunden nach der Aktion ausgesandt worden, um das fehlende Stück Code zu acquirieren und die bereits in Produktion befindlichen Apps und die dazugehörigen Aufzeichnungen zu zerstören. Also befindet sich die einzig verwendungsfähige Anwendung nun in der Hand von Gantenbein, die unter der Hand zugesagt hat der Regierung per Reverse Engineering die Daten wieder zukommen zu lassen um quasi kollegial die App wieder zum Laufen zu bringen.

 Woraufhin sich natürlich mehrere Fragen stellen: Wer hat das ursprüngliche Team angeheuert, warum hat die Ur-Schmidt so lieb und nett reagiert und warum merkt keiner, das sie die zugrundeliegende Software für sich nutzen will.
ghoti

Problematisch ist nicht die Tatsache, das sie es für sich beansprucht. Viel interessanter ist die frage: Wozu braucht eine Mitt-Siebzigerin (im Körper einer Mitt-Vierzigerin) diese Software, die in großem Maße Biometrie-Daten snifft? Ich kann mir aber auch gut vorstellen, das Gantenbein den Code nur für sich beansprucht, um a) im Gespräch zu bleiben und b) mal wieder etwas großes in der Hinterhand zu haben. Ich weiß es nicht, aber irgendwie muss man schon Schiss vor ihr haben, auch wenn sie noch so nett tut. Ich werd aus der Frau nicht schlau.
Justizopfer

Das werden die wenigsten. Kennengelernt hab ich sie mal auf einem Symposium in Mainz. Höflich, nett, aufgeschlossen und manchmal scheint die geistige Haltung durch, die man bei einer Omi erwarten würde. Ob das gespielt ist oder nicht, sei den Leonisationsexperten überlassen.
Strass

Es gibt noch nicht genug Langzeitstudien, inwieweit das Gehirn von der Leonisation betroffen ist oder nicht. Anzeichen dafür, das alte Verhaltensmuster wieder angenommen werden, oder der zerebrale Cortex einem retrograden Verfall unterliegen könnte, sind nicht bewiesen, aber darüber wird stark spekuliert.
ghoti

Zerebraler Cortex? Retrograder Verfall? …
Roter Friese

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